Montag, Februar 20, 2017

Landschaftfotografie | Dresdner Elbwiesen im Winter


Als es im Januar schneite, zogen Richard und ich los, um einige Langzeitbelichtungen der wunderschönen Schneelandschaft aufzunehmen.
Wir besuchten erneut unsere geliebten Dresdner Elbwiesen und die Elbschlösser. 
Menschen liefen an uns vorbei und schauten neugierig auf das aufgebaute Stativ und die Kamera. Einige sahen sehr verwundert aus, während wir wartend von einem Bein auf das Andere stampften und in unsere gefrorenen Hände hauchten. Als dann nach Sekunden das Ergebnis auf der Kamera zu sehen war, beugten wir uns schnell herunter und begutachteten das entstandene Bild. Unzählige Male wiederholten wir diesen Vorgang, da wir noch nicht hundertprozentig mit unseren Fotos zufrieden waren. Zum Ende hin ärgerten wir uns über uns selbst und über unseren Anspruch an schöne Bilder. Denn nach über einer Stunde in der Kälte wurde es für uns dann doch ziemlich unerträglich. "Noch ein Bild und dann gehen wir" hörten wir uns beide bestimmt zehn Mal sagen.

Wir begannen nachmittags mit dem Fotografieren, als gerade eine leichte Dämmerung einsetzte.  
Je dunkler es wurde, umso schöner verfärbte sich der Himmel von den Lichtern der Stadt und bekam einen wunderbar zarten, rosa Schein. 
Als die blaue Stunde vorüber war, machten wir uns durch den Waldpark wieder auf dem Heimweg - Glücklich über die schönen Aufnahmen, die nun unsere Bilderreihe von Dresden fortsetzen. 


Die drei Elbschlösser.

Nice to know:
Links befindet sich das Schloss Albrechtsberg, mittig das Lingnerschloss und rechts Schloss Eckbert.
Sie befinden sich auf der Anhöhe am rechten Elbufer. Vom Dresdner Stadtzentrum sind sie ca. drei Kilometer entfernt, nicht weit von unserem geliebten „Blauen Wunder“. 
Die Schlösser umgeben Parkanlagen im englischen Stil. Teilweise werden die Terassen an der Elbseite auch für den Weinanbau genutzt. Interessant finde ich auch, dass die Parks von Schloss Albrechtsberg und Lingnerschloss zusammen eine Einheit bilden.

Lingnerschloss
Schloss Eckbert
Schloss Albrechtsberg
Elbhänge
Blaues Wunder

Donnerstag, Februar 16, 2017

Landschaftsfotografie | Dresdner Elbwiesen im Herbst



Ich erinnere mich noch an diesen herbstlichen Nachmittag ganz genau. Richard war bei seiner Familie und ich genoss es die neue Wohnung für mich allein zu haben. Hier und da etwas umzuräumen, neue Raumkonzepte zu erstellen, Bilder herauszusuchen, welche wir an die Wände hängen würden.

Schon vor ein paar Jahren, als wir in unsere erste Wohnung gezogen sind, hatten wir die Idee, eine Vielzahl selbstgemachter Landschaftsaufnahmen von unserer Wahlheimat aufzuhängen. Aber irgendwie haben wir das nie in die Tat umgesetzt. Und als klar war, dass wir umziehen würden, spielte es sowieso keine Rolle mehr. 

An diesem Herbstnachmittag durchdrang diese alte Idee wieder meinen Kopf. 
Ich durchforstete meine Festplatten und entdeckte einige schöne Aufnahmen von der Innenstadt. 
Allerdings hatten wir keine Fotos von dem Plätzchen, an dem wir so viel Zeit verbringen: An meinen geliebten Elbwiesen nahe des Blauen Wunders und Richards geliebten Elbschlössern. 

Ich nahm mir also den Vorsatz, genau diesen Fleck in allen Jahreszeiten fotografisch festzuhalten. 
Heute seht ihr den ersten Teil - im Herbst.


Die Fotos entstanden im Oktober 2016

Sonntag, Januar 29, 2017

Alltagsphilosophie | Winterwonderland



Du wachst eines Morgens auf und die Welt sieht plötzlich ganz anders aus. 




Lange habe ich auf den Schnee gewartet. Ich hoffe jedes Jahr, dass es zu Weihnachten schneit. Wie ein Kind stehe ich manchmal am Fenster, schaue in den Himmel hinauf und sende ein kleines Stoßgebet in die Luft. Möge es doch nur schneien. 
Zwar klappte es nicht an den Weihnachtsfeiertagen, doch nun hat der Winter endlich sein weißes Kleid angelegt.




Ich weiß viele mögen den Schnee nicht. Die Autofahrer, die über die schlechten Verkehrsbedingungen schimpfen, die Menschen, die wegen der zugefrorenen Scheiben, morgens leise fluchend ihre Autos abkratzen, Omis, welche sich bei nicht geräumten Fußwegen mühselig voran kämpfen, um nicht auf dem Allerwertesten zu landen.

Ja klar. Verstehe ich auch 

irgendwie.




Aber




dann schaue ich auf diese zauberhafte Landschaft. 
Überall ist es weiß. 
Es ist wie eine kleine Märchenwelt, die sich da einfach über Nacht geschaffen hat. 




Alles wird still. Die Geräusche der Straße sind gedämpft. Die Schritte vom frischem Schnee verschluckt. 
Lediglich ein leises Knirschen ist unter den Füßen zu vernehmen. Du atmest diese kühle, frische Luft ein und spürst sie sogar in deinen Lungen. Der Winter hat dich mit seinem weißen Gewand eingeholt.




Ich trete aus dem Haus und schlüpfe hinein in diese Fabelwelt. Ein Lächeln im Gesicht. Die Wangen von der Kälte gerötet. Leise summend durch die Straßen ziehend, als die letzten Laternen gerade erlöschen. Der Wald sieht so bezaubernd aus. Nur ein paar wenige Menschen sind unterwegs. Einige, nur wenige, nehmen sich ebenso wie ich die Zeit, um stehen zu bleiben. Die kühle Luft einzuatmen. In den weißen Märchenwald hinauf zuschauen und zu verweilen, den Moment festzuhalten.




Die Sonne hat sich durch die Wolken gekämpft und blinzelt jetzt durch das Geäst der Bäume.
Es lässt sie noch majestätischer und wundersamer erscheinen. 
Unfassbar, welche schönen Formen sich im Schnee bilden. 
Wie verändert die Welt aussieht. 
Wie viel schöner sie ist. 


Ich frage euch daher: Wie kann man diese wunderschöne weiße Welt nicht lieben?